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Private Bauherren sollten Risiken weiter im Blick behalten

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- Trotz sinkender Konjunkturaussichten der deutschen Wirtschaft ist ein Abschwung in der Baubranche nicht zu erwarten. Damit private Bauherren 2019 ihre Eigenheimprojekte erfolgreich durchführen können, sollten sie angesichts starker Marktauslastung, steigender Bauschadenszahlen und verbraucherfeindlicher Verträge eine professionelle Baubegleitung in ihrer Finanzierung berücksichtigen.

Bildquelle: Bauherren-Schutzbund

2018 haben das Bauvolumen und die Preisentwicklung beim Neubau erneut das Vorjahr überflügelt. Auch 2019 ist mit steigenden Zahlen zu rechnen. Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbund e.V. mahnt zur Vorsicht: „Mit dem hohen Auftragsvolumen geht die Schere zur Bauqualität immer weiter auseinander. Das zeigt nicht zuletzt unser aktueller Bauschadensbericht.“ Demnach seien die Schäden und Schadenskosten seit Beginn des Baubooms alarmierend gestiegen.

Grund hierfür sind unter anderem die hohen Auslastungen der Firmen und der Mangel an Fachkräften. Da kurzfristig keine Besserung in Sicht ist, sollten private Bauherren eine unabhängige Baubegleitung beauftragen. Sie bietet im überhitzen Anbietermarkt die wirksamste Methode, Baumängel zu erkennen und kostspielige Bauzeitverzögerungen zu vermeiden.

Auch bei der Vertragsgestaltung ist weiterhin Obacht geboten. So hat der Gesetzgeber privaten Bauherren seit Beginn 2018 viele zusätzliche Verbraucherschutzregelungen zugestanden. Gerade beim Schlüsselfertigbau aus einer Hand profitieren sie von Schutzmechanismen, wie einem 14-tägigen Widerrufsrecht, präziseren Baubeschreibungen und verbindlichen Bauzeitregelungen.

„Leider zeigen die Erfahrungswerte unserer Beraterschaft, dass viele Unternehmen weiterhin Klauseln in ihren Verträgen aufführen, die nicht der aktuellen Gesetzeslage entsprechen. Und auch die Bauherren sind sich nur selten über ihre neuen Schutzrechte im Klaren“, so Becker. Häufig fehle zum Beispiel eine konkrete Angabe zum Fertigstellungszeitpunkt oder die Zahlungspläne entsprechen nicht den gesetzlichen Regelungen. Damit private Bauherren bei ihren Eigenheimprojekten im neuen Jahr unter bestmöglichen Voraussetzungen starten, sollten sie ihre Verträge vorab von einem Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht prüfen lassen. So minimieren sie ihr Risiko und können trotz komplizierter Bausituation optimistisch bleiben.